… wir zahlen ja gerne

Es ist sehr wichtig, anderen Menschen, die in Not sind, zu helfen – das macht einen großen Teil des “Mensch seins” aus.

Aber ist es nicht widersprüchlich, wenn Deutschland – immer an der Spitze der zahlenden Länder – zwischen 8,2 Mrd Euro (2007) und 13 Mrd Euro (EU-Plan 2010) an Entwicklungsländer zahlt (15. Bericht “Die Wirklichkeit in der Entwicklungshilfe“), während hier in Deutschland immer mehr Armut entsteht, bei Schulen eingespart werden muss und alle Bürger nur ständig zur Kasse gebeten werden, so dass von 1 Euro Verdienst im Durchschnitt nicht einmal mehr 50 Cent übrig bleiben – wenn man sich nicht vor dem Fiscus versteckt.

Ist es dann eigentlich glaubwürdig, solch Geldmengen in andere Länder fließen zu lassen? Wie viele Menschen freuen sich in Deutschland darüber, dass “wir” anderen immer so schön helfen, drehen sich dann um und müssen überlegen, wie sie ihren Kindern das Abendbrot zusammen bringen.
Entsprechend ist die “Armut” eines der beherrschenden Themen in Deutschland, doch die Politiker streiten eigentlich nur um die möglichen Gründe.

Warum werden denn Teile der Beträge, die mit großen Händen ins Ausland verteilt werden nicht a) besser hinterfragt: werden denn wirklich nur Länder gesponsort, die diese Unterstützung nötig haben? b) zur Förderung der Armuts-Bekämpfung verwendet: Wenn die Armut reduziert wird können in Deutschland weitere Beträge erwirtschaftet werden, die dann im Nachgang ja gern wieder in “fremde Länder” gesteckt werden können.

Ich glaube nicht, dass unsere Generationen wirklich noch gewillt sind, bei der Entwicklungshilfe aus “historischen Gründen der Schuldabarbeitung” noch immer ganz vorne mit zu spielen.

Wir haben zu viele Themen, die wir erst einmal wieder im eigenen Land auf Vordermann bringen müssen (Armut, Bildung, Kranken- und Altersversorgung, uvm.), als dass wir immer an andere zu erst denken können.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar