Preisscherhöhungen sind normal geworden

Es ist wirklich faszinierend:
Vor wenigen Jahren, zur “guten alten D-Mark-Zeit” wurde sogar in den Nachrichten berichtet, wenn sich der Benzinpreis mal um mehr als einen Pfennig nach oben bewegt hat. Alle regten sich auf, wenn ein Preissprung von 2-3 Pfennigen angekündigt wurde und die Presse startete dann sogleich Umfragen, ab welchem Preis die Autofahrer ihre Fahrgewohnheiten verändern würden.

Wenn ich mir allein den gestrigen Tag ansehe, so hat sich diese Situation erschreckend verändert. BenzinpreiseInnerhalb nur weniger Stunden wurde der Preis für Superbenzin von 1.41 auf 1.47 Euro erhöht (immerhin so zu sagen 12 Pfennig) – das sind immerhin 4.80 Euro auf 80 Liter !!!

Allerdings haben Presse und Verbraucher schon lange aufgehört, sich darüber aufzuregen oder tun dies gerade mal in einem Satz beim abendlichen Bier in der Kneipe. Nicht einmal eine kurze Meldung im lokalen Radio Programm ist diese Preiserhöhung wert.

Die Mineralölkonzerne haben es geschafft. Die ständigen Preisschwankungen, die in der Tendenz natürlich Erhöhungen sind, haben den Verbraucher so abgestumpft, dass er es hinnimmt und hofft, dass sein nächstes Auto weniger verbrauchen wird – wenn er es sich leisten kann, denn Sparen ist inzwischen für den überwiegenden Teil der Bevölkerung zu einer schwierigen Herausforderung geworden.

Nicht mehr lange und die Urlaubsszeit beginnt. Und wie jedes Jahr wird zu dieser Zeit ganz zufällig, natürlich ohne jeglichen Zusammenhang mit den Ferien, bei allen Tankstellen der Benzinpreis noch weiter in die Höhe klettern. Auch daran haben wir uns gewöhnt – die Frage ist nur, wie hoch der Preis dieses Jahr steigt und ob wir uns dann immer noch jedes Eis im Urlaub gönnen werden.

 

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