Die Fake-Spiele in China

Hatte der “olympische Geist” nicht auch was mit Ehrlichkeit zu tun – oder nur mit Leistung?

Nun, dass China kurzfristig tausende eigene (chinesische und China-treue) Zuschauer in Australien mobilisiert hat, damit die Fackel auch mal für kurze Zeit in rauschendem Beifall und von Jubel beflügelt getragen werden kann, ist sicherlich eine Leistung.

Aber ehrlich war das mit absoluter Sicherheit nicht. Es erinnert mich doch sehr an alte DDR-Zeiten, in denen die Jubel-Truppen das auserwählte Publikum darstellte Olympiade 2008und alle anderen nach möglichkeit gar keinen Zutritt zu den Veranstaltungen hatten.

Sollen denn die ausländischen Zuschauer auf dem Flughafen festgehalten werden, damit sie bei der Olympiade nicht etwa die, in den Augen der chinesischen Regierung, falschen Regungen von sich geben? Oder müssen um einen Ausländer immer an allen Seiten Chinesen sitzen, damit der Ausländer nicht auffällt? Die beste Lösung scheinen “Parallel-Stadien” zu sein, in denen die Veranstaltungen auf großen Leinwänden verfolgt werden können. Sind die Zuschauer ruhig, so kann man die Menge ja zwischendurch fürs Fernsehen mal aufnehmen…

Also für mich ist das eine Andere Art des Doping – naja zumindest eine krasse Verschiebung der Realität zu den eigenen Gunsten. Wenn das auch während der Olympiade von den Chinesen praktiziert wird, wäre das Ganze eine sinnlose, teure und sicherlich auch explosive Veranstaltung.

 

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