Pressefreiheit – ein hohes Gut

Die Welt schaut immer wieder entsetzt auf Länder, in denen die Meinungsfreiheit und besonders die deutlich besser feststellbare Pressefreiheit vom Staat beschnitten ist bzw. wird. Regelmäßig wird über die Länder berichtet, die Journalisten – und seit einiger Zeit ja auch Blogger – verhaften oder, wenn sie Ausländer sind und Glück haben, des Landes verweisen.

Zur Zeit sind weltweit 130 Journalisten in Gefängnissen, weil sie über undemokratische oder gar Menschenrechtsverletzende Zustände, Korruption oder Machtmißbrauch berichteten. Mehr als 30 Länder weltweit reagieren so auf einen Bericht über die dortigen Verhältnisse. Allein in China sind 31 Journalisten aus diesem Grund in Haft, wie die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet. DIe Anklagen können dort natürlich nicht über den Missbrauch der Pressefreiheit lauten. Es werden angebliche “Gefährdung der inneren Sicherheit”, “Anstiftung zum Umsturz”, oder sogar “Ehebruch” und “Homosexualität” lauten.”

Jetzt, 100 Tage vor Beginn der Olympiade wird es wohl Zeit, zu losen, wer aus diesem schönen Land berichten darfm und wer nicht das Risiko eingehen muss, eine “verlängerte Olympiade” in chinesischen Gefängnissen zu erleben. Es bleibt noch immer die Frage offen, ob die Journalisten, die zu Olympia fahren, nur aus staatlich genehmigten Pressemitteilungen vorlesen, oder tatsächlich selbst berichten dürfen. Ergebnisse von dem Versprechen, die Menschenrechtslage zu verbessern sind nicht wirklich sichtbar.

 

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