Dalai Lama in Berlin – China protestiert

Immer wieder das gleiche Thema: Der Dalai Lama besucht ein Land (diesmal Deutschland) und die Welt duckt sich vor China – das ist mir ein Rätsel.

Wie schön könnte China Weltoffenheit und Größe zeigen, in dem sie es begrüßen, dass sich andere Länder und Regierungen selbst ein Bild von diesem schlimmen, Regime-feindlichen Aufrührer machen können. Nein, schon die Überlegungen Chinas, sich auch mal so zu präsentieren, werden im Keim erstickt und die Regierungen reden sich die Köpfe heiß, welche schlimmen Auswirkungen es haben könnte, mit dem Dalai Lama essen zu gehen.

Diesmal wird sogar argumentiert, dass China nicht zuletzt Einfluss auf das benachbarte Regime in Burma habe und am ehesten dafür sorgen könne, dass die internationalen Hilfsgüter die Wirbelsturmopfer endlich erreichen (Außenminister Steinmeier, SPD).

Ist es nicht höchst erschreckend, dass die Bundesregierung meint, die Lieferungen in das Katastrophengebiet von dem guten Einfluss von China abhängig sind, der daher nicht durch einen Besuch des Dalai Lama auf Spiel gesetzt werden darf? Also: wenn China die Hilfsversuche für Burma von Besuch eines Mannes abhängig macht, dem seine “Straftaten” nicht einmal nachgewiesen werden konnten, obwohl sie so gravierend sind, warum findet dort die Olympiade statt? Warum werden dort hin jährlich Millionen an Unterstützungsgeldern versenkt und warum möchte man sich bei einem solchen Land immer wieder für Dinge entschuldigen, die dessen absolut nicht wert sind?

Es wird Zeit, China nicht mehr mit Samthandschuhen an zufassen. Die sollten einfach mal zu spüren bekommen, dass es nicht nur Privatmenschen sondern auch Regierungen gibt, die die Hetzjagd auf den Dalai Lama und andere Entscheidungen der chinesischen Regierung nicht gut heißen können.

… aber nein, wir kuscheln lieber … es wird bös’ enden …

 

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