Käufliche Bildung

Computerspiele(r) verstehen” so heißt eine Broschüre, die bisher bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich war.

Nun nicht mehr … weil dieser Text die Nutzung von Computerspielen verharmlose und manche Wirkung nur am Rande erwähnt oder gleich ganz verschweigt. Nun ja, außerdem – ganz im Lichte der neuen Medien – sind wohl einige Artikel darin “entliehen” und aus dem Internet kopiert, allerdings ohne vorher den Urheber zu fragen.

Nebenbei wurde dann auch noch festgestellt, dass die FH Köln, die dieses Dokument für die Bundeszentrale für politische Bildung erstellt hat, 2007 Nintendo und Electronic Arts (EA) 200.000 Euro für seine medienpädagogische Arbeit erhalten hat. Für eine Fachtagung hat die FH dann zusätzlich knappe 50.000 Euro von EA erhalten.

Bevor nun verurteilt wird, sollten sich alle Beteiligten mal überlegen, warum diese Gelder geflossen sind. Je schwieriger eine FH oder eine andere Bildungs- und Forschungseinrichtung über offizielle Wege an entsprechende Gelder heran kommt, desto empfgänglicher wird sie für Gelder aus der Industrie – auch, wenn dies zumindest möglicher Weise, zu Interessenkonflikten führen kann.

 

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