Die Telekom macht es deutlich …

Wieder einmal bestätigt sich: Erst wenn es die Manager betrifft, kommt Bewegung in einen Skandal.

Nachdem sich durch die Spitzel-Affären bei den Discountern eigentlich gar nichts in Hinsicht Schutz der Mitarbeiter geschehen ist und keine Änderung der Datenschutzgesetze angedacht wurde, hat sich die Situation der Mitarbeiter nicht geändert. Die Discounter haben zwar beteuert, sich zu bessern, aber die Kameras sind wieder im Einsatz.

TelekomNun, da Manager der Telekom betroffen sind – also die entsprechenden Gehaltsklassen – kommt Bewegung in die Sache und eine Bespitzelung wird als “kriminell” bezeichnet. Plötzlich ist das Bespitzeln eine Katastrophe und eine Verschärfung der Datenschutzgesetze wird in Betracht gezogen. Die Strafen für die aktuellen Vorfälle sollen sogar bis zu 5 Jahren Gefängnis betragen können. Selbst die Bundesregierung fordert schnellste Aufklärung.

Aber warum kamen denn solche Reaktion nicht, als ganz normale Angestellte bespitzelt wurden? Ach ja, Ressourcen, die nur der Produktivität dienen, sind ja nicht schützenswert, sondern müssen nur täglich zu Höchstleistungen angetrieben werden … gab es so etwas nicht im 18. und 19. Jahrhundert schon einmal? Ein Aspekt der Sklaverei ist der vollständige Entzug von Rechten. Und das erinnert schon böse an gewisse Discounter, die geschickt Ihre Mitarbeiter daran hindern, sich durch Betriebsräte vertreten zu lassen.

Interessant wird bei der Telekom, dass ja das Bespitzeln der Manager durch einen eben solchen beauftragt worden sein muss – das bedeutet, theoretisch müsste einer der Manager von den möglichen Strafen betroffen sein. Allerdings könnte es ja mal wieder sein, dass einer seiner Mitarbeiter den Kopf hinhalten muss und der Manager nur den Hut nehmen muss … und dabei wieder einmal zufällig die Stufen hinauf stolpert.

Wir dürfen gespannt sein …

 

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