Ist die Einkommens- und Vermögensverteilung gerecht?

Die “soziale Marktwirtschaft”  wurde erstmals 1947 erwähnt und dann ale die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung nach dem 2. Weltkrieg eingeführt, um als Leitbild der Wirtschafts- und Sozialpolitik von Ludwig Erhard den Ordnungsrahmen der Wirtschaft zu gestalten.

Es bedeutet dies, dass uns die Marktwirtschaft notwendig als das tragende Gerüst der künftigen Wirtschaftsordnung erscheint, nur dass dies eben keine sich selbst überlassene liberale Marktwirtschaft, sondern eine bewusst gesteuerte, und zwar sozial gesteuerte Marktwirtschaft sein soll” – so ist es in dem Buch “Wirtschaftslenkung und Marktwirtschaft” von Alfred Müller-Armack, Wirtschaftswissenschaftler und späterer Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministers Ludwig Erhard beschrieben.

Heute, 60 Jahre nach Einführung dieses wirtschaftlichen Grundmodells, empfinden viele Bundesbürger nach der Umsetzung dieses Konzepts eher soziale Ungerechtigkeit, weil die Verteilung des Einkommens und Vermögens nicht den sozialen Grundgedanken entspricht. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung stellte dies fest und und haben die Studie veröffentlicht.

Nur 13 Prozent der Befragten fanden die Vermögensverteilung “eher gerecht” aber 73 Prozent haben sie als “nicht gerecht” beurteilt.

Allerdings wurde nicht nur eine Befragung der Meinung dokumentiert, sondern es wurden auch Vorschläge zusammen getragen, was die Politik verbessern kann. So wurde ein Dokument mit 50 konkreten Vorschlägen erarbeitet. Die Hauptvorschläge betreffen höhere Investitionen in Bildung und Umweltschutz – also nicht einmal utopische Forderungen, sondern die Forderung nach einer Verbesserung von Allgemeingütern.

Interessant ist auch die Meinung zu dem Thema Ausländer zu dem die Forderung, dass Ausländer die deutsche Sprache erlernen müssen von  79 Prozent der Befragten vertreten wurde.

Unnachsichtig sind die Befragten auch mit Unternehmen, die gegen Arbeitsrecht, Menschenrechte oder Umweltschutz verstoßen: diese Unternehmen dürfen keine öffentlichen Aufträge mehr erhalten meinten 70 Prozent der Befragten.

Unterm Strich scheinen die Befragten wirklich eine ehrliche, durchdachte Meinung zu vertreten. Diese Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache und es ist zu hoffen, dass unsere Politiker, denen viel an der Meinung ihrer Bundesbürger liegen sollten,  diese Meinungen hören und ihre Politik davon beeinflussen lassen.
Sie müssen aufhören so zu agieren, dass der Bürger den Eindruck gewinnen muss, dass sich alles nur um die Erhöhungen von Diäten und den Erhalt der Machtposition innerhalb der deutschen Politik-Strukturen dreht. Das Zentrum des Handelns muss wieder die Bevölkerung werden.

 

 

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