Überwachungs-Wahn

Die Schlagzeilen nehmen kein Ende – und das scheint die Politik auch noch als normal zu empfinden. Einer hat angefangen und nun soll von allen Seiten überwacht werden.

Die neueste Idee – die ja ganz harmlos erscheint – ist die Überwachung der Kassen des Einzelhandels durch den Fiskus, um die Abführung der Mehrwertsteuer sicher zu stellen. Die Kosten für den Einzelhandel belaufen sich auf lächerliche 1000 Euro pro Kasse, da die neue Technik durch den Einzelhandel eingebaut und bezahlt werden muss.

Es ist absolut unverständlich, was das soll. Wer Steuern, gleich welcher Art, hinterziehen möchte, der schafft das auch. Wenn mehr kontrolliert würde, gäbe es vielleicht (!!) nicht so viele Steuerbetrüger. Kontrollen hätten vielleicht sogar noch einen Nutzen: Mehr Personalbedarf in den Finanzämtern (aber bitte nicht auf Beamtenbasis!) bedeuten zumindest ein paar Arbeitslose weniger – das ist ein besserer Kampf gegen Arbeitslosigkeit, als die “Korrektur” der Arbeitslosenstatistik auf rechnerischem Weg.

Am Ende zahlen doch ohnehin die Kunden das neue System. Da wäre es beruhigend, wenn diese Preisaufschläge zumindest einem Mitbürger zu Gute kämen, der dadurch eine Arbeitsstelle findet, und nicht einem neuen Überwachungsystem, das wieder schleichend erst die Mehrwertsteuer, dann aber die Kaufgewohnheiten erfasst. Am Schluss ermöglicht ein solches System vielleicht die Berechnung der noch nach zu zahlenden Einkommensteuer aufgrund der Rückschlüsse, was wir für Geld ausgeben …

Unsere Regierung verdummt langsam … sie sollten inzwischen begriffen haben, dass die Preise sinken müssen. Neue Technik, die viel Geld kostet kann dafür nicht der richtige Weg sein …

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