Familienschmuck mal anders

“Das ist Papa und das ist Mama. Das hier ist Oma Elsbeth und das da Opa Richard” erklärte mir die attraktive Brünette mit einem freundlichen Lächeln und zeigte dabei auf einzelne Diamanten Ihres Kolliers…

So könnte “Familienschmuck” eine ganz neue Bedeutung bekommen – so könnte die alte Ahnengalerie mobil werden.

Innerhalb von sechs Wochen kann aus dem Verstorbenen ein Diamant gepresst werden. Aus der Asche werden zunächst Kalium und Kalzium vom Kohlenstoff getrennt, der dann durch extremen Druck und Temperaturen von rund 1700 Grad in Graphit umgewandelt wird. Danach wird das Material erneut starkem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt, bis ein Diamant entstanden ist.
Das ist nicht etwa Zukunftsmusik, nein: Dieser Service mit einem Preis von 2.800 bis 10.600 Euro (je nach Größe des Steins) boomt geradezu weltweit. Das schweizer Unternehmen Algordanza ist daher mit rund 100 Mitarbeitern bereits in 21 Ländern vertreten. Besonders in Japan soll der Erinnerungsdiamant sehr beliebt sein.

Noch ist es in Deutschland verboten, den Friedhofszwang zu umgehen, aber wenn Land knapp wird und die Friedhöfe voller werden …

Für Ehefrauen bedeutet dies: Entweder wirklich voluminöse Männer heiraten, oder mehrere. Nur so werden sie zu wenigstens einem Paar Ohrringe oder gar zu einem hübschen Kollier kommen … vielleicht mit Omas Zahngold als Einfassung …

Klingt geschmacklos – isses auch.

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