Mehr Zwang, wo Überzeugung fehlt

Es ist eine unglaubliche Frechheit – oder besser …..:

Egal ob Mitarbeiter oder Lieferanten: Wer keinen Volkswagen fährt, steht beim VW-Werk in Baunatal bei Kassel künftig vor verschlossener Schranke.

Das bedeutet also im Klartext, Lieferanten, die es sich nicht erlauben können, mal eben einen VW zu kaufen, verlieren den Kunden VW, weil sie Hausverbot erteilt bekommen.
In der heutigen wirtschaftlichen bzw. konjunkturellen Situation ein Lausbubenstreich, denn einfacher geht es nicht, sich aus Verträgen zu schleichen und Leistungen von Lieferanten zu stoppen – was durch die Absatzrückgänge sicher notwendig ist. Entweder die Lieferanten kaufen einen VW – wodurch der Absatz verbessert wird und die Lieferanten gern weiter liefern können – oder sie kaufen keinen, bleiben draußen und werden wegen des schlechten Absatzes auch nicht mehr benötigt.

Schade eigentlich, dass VW nicht einmal andersherum fragt: Warum fahren die eigentlich alle keinen VW sondern eine Fahrzeug eines anderen Herstellers?! Viel zu aufwändig, diese Frage zu stellen, denn es könnte ja heraus kommen, dass die Qualität nicht stimmt, die Eigenschaften z.B. bei Lieferfahrzeugen nicht mit den Anforderungen überein stimmen, oder das schlichtweg der Preis als KO-Kriterium bei der Fahrzeugauswahl ausschlaggebend war.

(Fragt sich natürlich, ob das überhaupt mit der Verfassung vereinbar ist, denn die Wahl des Fahrzeuges sollte doch eigentlich Bestandteil der Selbstbestimmung sein….)

Was war doch früher ein geflügeltes Wort: “Gewalt fängt da an, wo das Hirn seine Grenzen findet.

Wie passend ist es heute: “Der Zwang beginnt dort, wo die Überzeugungskraft fehlt.

Großes Kompliment liebe VW AG: Das war ein gelungenes Armutszeugnis!!!

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