Sein oder nicht sein …

… ist das wirklich eine Frage … oder  ist das jetzige Ziel der Opel Geschäftsführung einzig, den Schein zu wahren?

Die Rettungskonzepte und Insolvenz-Alternativen, die den Investoren, so auch der Bundesregierung vorgelegt werden sind unvollständig und erst einmal nutzlos. Meldungen über Entlassungszahlen ändern sich täglich und die Mitarbeiter werden mit Horror-Nachrichten abgehärtet.

Was soll denn das Ziel einer Rettung von Opel sein? Die Qualität der Marke ist nicht überragend, die Preise werden nach Milliarden-Krediten für die Rettung mit Sicherheit nicht das Kaufargument werden können und von der Kult-Marke ist wegen der neuen Modelle eigentlich auch nicht mehr viel übrig.

Bleibt noch das Argument der Arbeitsplätze. Klar wäre es schön, wenn die Opel-Mitarbeiter mit der Sicherheit nach Hause gehen könnten, dass ihr Arbeitsplatz auch am nächsten Morgen noch existiert. Natürlich würden Zulieferer bei einer Liquidierung von Opel Einbußen hinnehmen müssen, oder einige davon sogar ebenfalls in die Insolvenz getrieben werden.

Aber ist eine Rettung auf Kosten der Steuerzahler wirklich eine Lösung? Die Milliardenbeträge, von denen zur Zeit gesprochen wird, werden nicht ausreichen, eine möglicher Weise jahrelange Krise zu überstehen – und sie werden sicherlich auch bei weitem nicht alle Arbeitsplätze sichern können. Die Investitionen oder Kredite aus dem Staatssäckel müssen irgendwann auch wieder hereinkommen, was Steuererhöhungen, Gebührenerhöhungen und andere Abgaben nach sich ziehen wird. Dem eigentlichen Käufer von Autos wird in den kommenden Jahren das Geld einfach fehlen und es ist zu vermuten, dass über längere Zeit immer weniger Autos verkauft werden. Un dann rutschen die Autobauer immer tiefer in die Krise und der Staat muss – nach zwei- oder dreistelligen Milliardenkrediten und -finanzierungen immer weiter Geld in solche Unternehmen pumpen, da sonnst das ganze Geld mit absoluter Sicherheit einfach weg ist.
Am Ende ist noch nicht einmal sicher, dass GM ein solches Rettungs-Konzept unterstützen würde bzw. welche Möglichkeiten GM hat, sich an den Rettungs-Milliarden elegant zu “beteiligen”.

Schauen wir uns den anderen Weg an: OK, wir werden deutlich mehr Arbeitslose beklagen müssen. Die verbleibenden Autobauer und Zulieferer teilen sich nun mit weniger Kandidaten den gleichen Markt und mit ein wenig Glück können diese auch in nicht allzu weiter Ferne wieder normal und sogar mit höheren Kapazitäten produzieren. Dafür werden dann wieder neue Arbeitskräfte benötigt, die – von der ehemaligen Konkurrenz in die Arbeitslosigkeit geschickt – am Markt zur Verfügung stehen.
Eine weitere Möglichkeit wäre die Unterstützung der deutschen Wirtschaft durch den Staat – aber in der Form, dass es ermöglicht und vereinfacht wird, neue (oder neue-alte) Wirtschaftszweige in Deutschland anzusiedeln – zumindest sollte man auch über solche Maßnahmen nachdenken, die nicht nur Symptome behandeln, sondern eine dauerhafte vVerbesserung des Wirtschaftsstandortes Deutschland bewirken können.

Natürlich sind all diese Betrachtungen eher oberflächlich, aber dass ein derart massiver staatlicher Eingriff in die private Wirtschaft extremste Auswirkungen hat und absolut sicher nicht zu einer Herstellung des Marktgleichgewichtes hinsichtlich der Unternehmen, der Nachfrage und des Arbeitsmarktes führen wird, sollte dennoch deutlich geworden sein.

Dass Die Opel-Konzepte so undurchsichtig und unvollständig sind, erscheint mir schon wieder als Ablenkungsmanöver, damit die Herren Geschäftsführer und Manager ihre eigenen begangenen Fehler verdeckt bleiben. Nichts scheint wichtiger, als dass diese Herren mit sauberer Weste aus ihrer persönlichen Krise hervorgehen – und vielleicht sogar noch weiter machen dürfen (nachdem sie GM und auch Opel selbst schon seit Jahre in diese Krise hineingesteuert haben).

Na, dann schauen wir mal, welche Entscheidungen in den kommenden Wochen getroffen werden…

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