Papst: Kondomverbot

Ist es nicht erschreckend, wie weit die katholische Kirche von der weltlichen Realität entfernt ist?

Wie kann ein Papst allen ernstes nach Afrika reisen, wissen, dass dort das

AIDS-Problem am größten ist und behaupten, dass Kondome keine Lösung seien? Vielleicht sind Kondome keine grundsätzliche Lösung für bzw. gegen AIDS, aber daran arbeitet ja auch nicht die Kondom-Industrie, sondern die medizinische Forschung. Als Kirchenoberhaupt ein Verbot auszusprechen, dass definitiv bewirken würde, dass sich AIDS noch schneller verbreitet halte ich für einen Skandal und eher passend für das Mittelalter.

Schon am 21. Januar 2005 erklärte die Bischofskonferenz, dass der Gebrauch von Kondomen ein “unmoralisches Verhalten” sei, und dass “der Gebrauch von Kondomen in der Ehe als Akt der Selbstverteidigung des nicht HIV-infizierten Partners erlaubt” sei. Gleichzeitig rief Papst Johannes Paul II. die Kirche und ihre Hilfseinrichtungen zu stärkerem Einsatz für Aids-Kranke in den armen Ländern auf.

Also: erst das Leid verursachen und dann in der Weltöffentlichkeit gut dastehen, in dem den vielen AIDS-Kranken (vermutlich nur seelische) Hilfe geleistet wird – leider zu spät. Im Mittelalter wäre dieser Plan zur Image-Verbesserung vielleicht noch aufgegangen, aber heute??

Das Kondomverbot passt natürlich auch wunderbar zum Bild einer verstaubten katholischen Kirche, die Harry Potter für Satanismus hält.

Sorry, aber das ist für mich eher ein deutliches Signal sich von der katholischen Kirche abzuwenden, als sie zu unterstützen. Mörder, die nach der Tat “Reue” zeigen erhalten ja auch trotzdem ihre gerechte Strafe (meistens).

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  1. 19. März 2009

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