Wieder Streiks im ÖD möglich

So sicher wie Weihnachten und Ostern scheinen seit einigen Jahren die Streiks im Öffentlichen Dienst zu sein. Die Gewerkschaft Ver.di hat schon lange aufgehört, sich wirklich für die breite Bevölkerung zu interessieren – ganz oben stehen die eigenen wirtschaftlichen und Machtinteressen.

Auch dieses Jahr – ein Jahr, in dem kaum jemand wirklich mit Gehalts- oder Lohnerhöhungen rechnet, sondern lieber seinen Job behalten möchte, ein Jahr, in dem in der Automobilindustrie weiter um die Arbeitsplätze gebangt wird und die Kostenbelastung aller Bundesbürger stetig zunimmt – verlangt der Öffentliche Dienst 5% mehr Gehalt. Die Begründung – und das auch schon seit Jahren – sei eine langjährige Nullrunde. Es scheint nicht einfach zu sein, sich auch mal eine neue, bessere Begründung auszudenken.

Klingt nach Irrsinn – ist es auch…

Natürlich wird – wie immer alles abgewälzt: Für Mittwoch (03. Februar 2010) sind mal wieder Streiks angekündigt, die natürlich wieder einmal nur die Unbeteiligten schmerzlich treffen – und den Rest der Wirtschaft unter Umständen auch wieder schwächen.

Mittwoch?
Kurzfristig?
Keiner kann sich darauf einstellen?

Völlig egal; Ver.di interessieren solche Fragen nicht – und darauf zu antworten erst recht nicht.

Es scheint derzeit geplant zu sein, in den Bereichen Nahverkehr, in Krankenhäusern und in Kindertagesstätten zu streiken – betroffen sind also wie jedes Jahr die Gleichen: Die ganz normalen Arbeitnehmer, die entweder nicht zur Arbeit können, weil sie ihre Kinder betreuen müssen, oder weil die Busse und Bahnen nicht (ausreichend) fahren.

Danke Ver.di – ihr seid wirklich Helden!

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