Vorwürfe und Wahrheit

Da keine Unterlagen zu finden sind, weiss Herr Gysi allein die Wahrheit: Hat er nun für den Staatssicherheitsdienst (Stasi) der DDR gearbeitet oder nicht.

Dass er als hochrangiger Politiker mit nettem Einkommen solche Vorwürfe bestreitet ist völlig klar. Sollte er nicht als Informant gearbeitet haben, wäre seine jetzige Reaktion noch verständlicher.
Allerdings sind die Vorwürfe und die Abläufe, die jetzt noch nachvollziehbar sind, in derart engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Fluss der Informationen dieses Falles, dass es sehr schwer fällt, Herrn Gysi zu glauben.

Ein Politiker sollte stets darauf bedacht sein, derartige Vorwürfe, die nicht gerade zu den alltäglichen Kleinigkeiten gehören, vollkommen und zweifelsfrei aus dem Weg zu räumen. Wie sonnst können die Bundesbürger das notwendige Vertrauen in Ihre Landesführung haben. Wenn primitives, egozentrisches Verhalten, wie die damaligen Denunziationen, die ausschließlich des eigenen Vorteils wegen Unschuldigen immensen Schaden zugefügt haben, aktiven Politikern nachzuweisen ist, sind diese nicht geeignet, die Geschicke unseres Landes zu leiten – und müssen weg!

Hier brauchen wir keine Diskussionen, in denen Herr Gysi “sagt” er habe nichts getan und alle anderen ebenfalls nur “sagen” er hat aber … wir brauchen eine vollständige Klärung der Sachlage – und zumindest die übrigen Parteien sollten größtes Interesse an der Klärung haben – die Linke könnte in den Vorwürfen vielleicht eher eine möglicher Weise hohe Qualifikation des Herrn Gysi für seinen Job sehen …

 

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