Airbus und die lange Leitung

Als im Airbus-Management die Datenskandale der Deutschen Telekom und der Deutschen Bahn diskutiert wurden wurde wohl so etwas wie blinder Gehorsam wach. Wenn die beiden großen Unternehmen Probleme mit Mitarbeitern wittern und daraufhin einfach mal sicherheitshalber alle Mitarbeiter überprüfen und überwachen, darf man sich einer solchen Euphorie für die gute alte Kontrolle ja nicht entziehen.

Daraufhin wurde in 2007 ein wie es heißt “Datenabgleich” durchgeführt. Da keine Unregelmäßigkeiten gefunden wurden, seien alle Aktionen schon kurz darauf wieder eingestellt worden.

Die Überprüfung soll sich nur auf die Kontodaten der Mitarbeiter und der Lieferanten bezogen haben, bei der flächendeckend alle Mitarbeiter auf Verbindungen zu Lieferanten abgeglichen wurden, um mögliche Korruptionsfälle aufzuspüren.

Erst ein Jahr später (2008) wurde der Betriebsrat vom neuen Airbus-Management über den Vorfall informiert (da hat wohl jemand kalte Füße bekommen), der die Angelegenheit nun juristisch prüft. Am 23. März 2009 wurde dann endlich die Belegschaft informiert. (Wenn bei Airbus alles so lange dauert …. )

Na, dann schauen wir mal, wie viele Meldungen neuen und umfangreicheren “Datenabgleichen” wohl bei Airbus noch in den nächsten Wochen und Monaten folgen werden … so langsam sind ja wohl alle erwachsen geworden und glauben nicht, dass diese freiwillig veröffentlichte Information bedeuten könnte, dass es wirklich nur eine einzige Aktion der Mitarbeiter-Bespitzelung gab – vielleicht ist ja doch noch ein USB-Stick mit allen persönlichen Daten der Mitarbeiter verschwunden?

Nach der neuen Nomenklatur könnte man die Entwicklung der letzten Wochen als “360°-Überwachung” bezeichnen: egal in welche Richtung man schaut, überall werden Mitarbeiter überwacht, bespitzelt und einfach “nackig ausgezogen”.

Na, liebe Airbus … das kann doch nicht alles gewesen sein … oder?!

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