Verstöße gegen den Datenschutz – Schlag auf Schlag

Nun kommt man ja kaum noch hinterher:

Alle großen Unternehmen – von den kleinen und mittleren werden wir es wohl niemals erfahren, weil sie nicht so sehr im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen – müssen einräumen, massiv gegen den den Datenschutz verstoßen zu haben.

Jetzt meldet die Deutsche Bahn, dass Festplatten von Mitarbeitern gesichtet worden seien. Selbstverständlich ist diese Maßnahme immer nur dann erfolgt, wenn mehr oder weniger konkrete Hinweise bzw. der konkrete Verdacht einer illegalen Weitergabe von internen Unternehmensinformationen vorlagen.
Natürlich nannte die Deutsche Bahn keine konkreten Zahlen, wieviele Mitarbeiter von dieser Art Durchsuchung betroffen waren. Auch antwortete das Unternehmen nicht direkt auf die Meldung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Und – wer hätte anderes vermutet – der Vorstand hatte natürlich keine Ahnung, dass solche Maßnahmen erfolgt sind.

Aber: Die Deutsche Bahn beschwert sich in ihrer Stellungnahme:  “… ungeachtet der noch laufenden Ermittlungen werden Gerüchte, Spekulationen und Unwahrheiten aus diesen Ermittlungen gezielt an Vertreter der Medien getragen”.
Es ist natürlich wirklich schändlich, dass über ein Unternehmen, das sich nicht gesetzeskonform verhalten hat und dass scheinbar nicht wirklich bereit ist, mit allen Mitteln die Vorfälle aufzuklären, Dinge verbreitet werden, die eventuell nicht vollständig den Tatsachen entsprechen.

Liebe Deutsche Bahn, wenn ihr mal zügig die Karten auf den Tisch legen würdet, wäre gar kein Raum für Spekulationen und Gerüchte. Da die Verzögerungstaktik aber nicht nur bei den Ankunftszeiten eurer Züge angewendet wird, sondern auch bei der Klärung dieser Gesetzesverstöße, müsst ihr euch wohl oder übel an solche Pressemeldungen gewöhnen …

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